Gefangener der JVA Hagen verstirbt nach Infektion (Symbolbild), Foto: Pixabay / Ichigo12

Gefangener verstirbt nach Legionellen-Infektion

HAGEN. Ein 47-jähriger deutscher Strafgefangener ist am 12. Oktober 2018 in der JVA Hagen während einer krankheitsbedingten Haftunterbrechung nach Multiorganversagen in einem Aachener Krankenhaus verstorben. Bei dem Verstorbenen sind Legionellen nachgewiesen worden.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen hat in der Justizvollzugsanstalt Hagen am 11. Oktober 2018 Wasserproben entnommen. Eine Quelle für die Ansteckung des verstorbenen Gefangenen konnte bislang nicht ermittelt werden. Die Ergebnisse der in der Anstalt genommenen Proben werden voraussichtlich in ungefähr 14 Tagen vorliegen.

Die Duschen im betroffenen Hafthaus werden aus Gründen einer größtmöglichen gesundheitlichen Vorsorge mit Sterilfiltern ausgerüstet. Eine Infektion, die mit entsprechenden Symptomen einhergeht, konnte bei anderen Gefangenen oder Bediensteten nicht festgestellt werden.

Der Gefangene hatte eine Freiheitsstrafe von 9 ½ Jahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bis 2025 zu verbüßen. Nachdem er starke grippale Erkältungserscheinungen zeigte, wurde er am 8. Oktober 2018 zunächst in das Justizvollzugskrankenhaus NRW in Fröndenberg und am 9. Oktober 2018 in ein externes Krankenhaus in Unna verlegt. Am 10. Oktober 2018 wurde er in eine Spezialklinik nach Aachen verlegt, wo er am 12. Oktober 2018 verstarb.

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