Family photo, with Ursula von der Leyen

EU hilft Ukraine und erhöht Druck auf Russland

March 12, 2022
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Die EU hat 300 Mio. EUR an Makrofinanzhilfen als die erste Rate ihres Finanzhilfepakets in Höhe von 1,2 Mrd. EUR an die Ukraine ausgezahlt. Gleichzeitig hat sie ein viertes Paket restriktiver Maßnahmen gegen Russland ergriffen, wie es die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in Versailles im Rahmen der informellen Tagung der Staats- und Regierungschefs vom 10.-11. März 2022 mitteilte. 

Um den wirtschaftlichen Druck auf den Kreml zu erhöhen, hatte die EU bisher drei massive Sanktionswellen beschlossen. Das vierte Sanktionspaket soll Russland weiter isolieren und dem Land die Ressourcen entziehen. Durch die vierte Sanktionswelle will die EU Russland vor allem den „Meistbegünstigtenstatus auf den westlichen Märkten“ entziehen. Dadurch sollen wichtige Vorteile, die Russland als WTO-Mitglied genießt, aufgehoben werden. Darüber hinaus sollen „Russlands Rechte als Mitglied in wichtigen multilateralen Finanzinstitutionen, einschließlich des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, ausgesetzt werden, sodass Russland von diesen Institutionen keine Finanzmittel, Darlehen oder sonstigen Vorteile mehr erhalten kann“.

Ferner will die EU in Zusammenarbeit mit der G7 „russische Eliten in Putins Umfeld sowie deren Familien und Unterstützer weiterhin unter Druck setzen“. Aus diesem Grund sollen die Finanz-, Justiz- und Innenminister der G7 zusammenkommen und eine Task Force koordinieren, die Putins Gefolgsleute treffen soll.

Es soll auch verhindert werden, dass der russische Staat und seine Eliten Kryptowährungen nutzen können, um die Sanktionen zu umgehen. Man wolle auch  verhindern, dass „Putins Gefolgsleute und die Architekten seines Kriegs diese Vermögenswerte nutzen, um ihren Wohlstand zu vermehren und außer Landes zu bringen“. Auch die Ausfuhr von EU-Luxusgütern nach Russland soll verboten werden. „Diejenigen, die Putins Kriegsmaschinerie am Laufen halten, sollten nicht länger ihrem pompösen Lebensstil frönen können, während Bomben auf unschuldige Menschen in der Ukraine fallen“, so von der Leyen.

Als ein wirkungsvoller Schlag gegen einen der wichtigsten Sektoren Russlands soll die Einfuhr wesentlicher Güter im Eisen- und Stahlsektor aus der Russischen Föderation verboten werden. Um die europäische „Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle aus Russland bis 2027 zu beenden“, will die EU-Kommission außerdem ein umfassendes Verbot neuer europäischer Investitionen im gesamten russischen Energiesektor vorschlagen. Dieses Verbot soll sich „auf alle Investitionen, Technologietransfers, Finanzdienstleistungen usw. für die Erschließung von Energiequellen und die Energieerzeugung erstrecken.

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